Hiermit möchte ich mich bei den Menschen bedanken, ohne die dieses Werk wohl nie entstanden wäre. Denn niemand schreibt eine Geschichte ganz allein. Es gibt immer Menschen, die einem durch Anregungen und Kritik zur Seite stehen.
Mein Dank gilt Tashy, Mike, Vampy, Joey, Schoko, Mondfee, Magic, Nala, Cat, Anabell, Gabriela, Dorle und allen Mitgliedern der MSN‑Communitys, die bei der Entstehung dieser Geschichte unmittelbar beteiligt waren.
Ein besonderer Dank geht an Timeless, Kathy und Nicole, dafür, dass ihr mich dazu gebracht habt, diese Geschichte fortzusetzen und nicht einfach aufzuhören.
Alle Handlungen und Personen sind frei erfunden. Übereinstimmungen mit realen Personen sind rein zufällig.
Es war einmal ein Falke, dieser lebte auf einer einsamen Insel. Er war der einzige und letzte seiner Art. War einsam und allein, nachdem alle seine Freunde im Laufe seines Lebens weggegangen waren. Er versuchte ständig, sich mit anderen Tieren anzufreunden. Doch diese hatten entweder Angst vor ihm oder sahen ihn nicht als Freund, sondern als Lebensmittel.
So flog er lange Zeit allein über seine Insel, fing sich hier und da eine Maus und schaute nachts in den Sternenhimmel. Dabei erzählte er seine Sorgen und Probleme dem Mond.
Doch irgendwann wurde ihm dieses Leben langweilig, und er beschloss, sich auf die Suche nach jemandem zu machen, der ihn versteht und mit dem er sein Leben teilen will.
So flog er los über das weite Meer, immer weiter und weiter, und kam auf eine andere Insel. Er fing an, diese Insel zu erkunden und flog hin und her, doch er fand keine Spur, dass es noch andere Falken gab.
Also flog er weiter, wieder über den weiten Ozean bis zur nächsten Landmasse – doch auch dort fand er nichts.
Nachdem er nun etliche Inseln abgeflogen hatte, dachte er sich, dass es an der Zeit sei, wieder nach Hause zurückzufliegen. Denn er war das Suchen satt, außerdem müde und etwas enttäuscht. Also machte er sich auf, zu seiner kleinen Insel zurückzukehren.
Er flog und flog, und seine Flügel wurden immer schwerer. Er hatte ganz vergessen, wie lange er schon unterwegs gewesen war und wie viel Wasser ihn von seiner Heimat trennte. Er sah zurück, doch umkehren konnte er auch nicht mehr!
Also kämpfte er einen Kampf mit sich selbst und versuchte durchzuhalten, bis er wieder festes Land unter den Füßen hatte. Doch er war zu erschöpft und müde, und als er seine Insel schon am Horizont sehen konnte, machte sein Körper einfach nicht mehr mit – er fiel wie ein Stein ins Wasser und versank.
Doch als der Falke schon dachte, dass es vorbei sei mit seinem Leben, als das Wasser in seine Lunge eindrang, da spürte er auf einmal etwas unter sich. Er sah die Sonne wieder näher kommen durch die Wasseroberfläche. Auf einmal bekam er wieder Luft.
Er hustete das Wasser aus und nahm langsam wahr, was um ihn passierte und wo er war. Ein Wal war unter ihm aufgetaucht, hatte gesehen, dass er in Schwierigkeiten war, und brachte ihn auf seinem Rücken wieder an die Oberfläche.
Der Falke schnappte noch einmal nach Luft. Er hatte wirklich gedacht, dass es vorbei sei. Da sagte der Wal: „Hey, du kleiner Falke, was machst du denn da?“
Der Falke erzählte ihm die ganze Geschichte und seufzte tief. Darauf sagte der Wal: „Hmm… also du glaubst, dass du andere Falken finden musst, um Freunde zu haben?“
Der Falke wurde nachdenklich und sagte: „Ja… die anderen Tiere verstehen mich einfach nicht.“
Da lachte der Wal und sagte: „Tja, alle Tiere sind unterschiedlich in ihrer Art. Jeder hat seine Fehler. Doch wenn man lernt, diese Fehler zu akzeptieren, dann kann man sich auch verstehen – und Freunde werden.“
Der Wal brachte den Falken dann zu seiner Insel zurück. Auf dem Weg dorthin unterhielten sie sich über das Leben und dessen Sinn. Der Wal teilte seine Lebenserfahrung mit ihm, und der kleine Falke sog jedes seiner Worte wissbegierig auf.
Als sie schließlich an der Küste ankamen, war es fast schon dunkel. Der Falke verabschiedete sich von seinem neuen Freund, und sie beschlossen, sich am nächsten Tag wiederzusehen.
Am nächsten Tag sahen sie sich wieder und redeten und lachten. Auch an den folgenden Tagen trafen sie sich immer wieder, und so wurde der Falke ein guter Freund des Wals – auch wenn sie hin und wieder anderer Meinung waren.
Der Falke und der Wal verbrachten eine lange Zeit miteinander. Sie waren glücklich und zufrieden, lachten gemeinsam, redeten über ihre Sorgen und waren füreinander da.
Es war eine Zeit voller Vertrauen und Wärme, in der beide spürten, dass wahre Freundschaft nicht von Gleichheit, sondern von Verständnis lebt.
So lebten die beiden eine Weile glücklich und zufrieden. Doch eines Tages tauchte ein zweiter Wal an der Küste auf. Er hatte den Wal gespürt und wollte ihn mal wiedersehen, denn sie waren alte Bekannte.
Der Wal freute sich, seinen alten Freund wiederzusehen. Sie machten ihre Scherze, redeten über vergangene Zeiten und hatten Spaß und Freude am Leben.
Der Falke war zunächst immer mit dabei, auch wenn er das meiste nicht verstand und selten mitlachen konnte. Doch mit der Zeit wurde er immer seltener mitgenommen, wenn die beiden loszogen.
Da begann der Falke eines Nachts, seinem Freund Fragen zu stellen. Doch der Wal sagte nur, der Falke würde sich alles einbilden. Und so ging es eine ganze Weile weiter.
Der Falke versuchte, nicht enttäuscht zu sein, wenn der Wal keine Zeit für ihn hatte. Doch irgendwann kam der Moment, an dem er seine Enttäuschung nicht länger verbergen konnte.
Er wollte ruhig bleiben, doch an dem, was er sagte – und wie er es sagte – merkte der Wal sofort, dass etwas nicht stimmte. Der Wal wurde sauer und gereizt, denn der Ton des Falken traf ihn an einem empfindlichen Punkt, obwohl er wusste, dass der Falke eigentlich recht hatte.
Von da an fuhr der Wal dem Falken immer öfter ins Wort. Alles, was der Falke sagte, schien der Wal als Angriff zu verstehen. Die Vertrautheit zwischen ihnen war nicht länger da.
Beide sprachen schließlich mit dem anderen Wal darüber, und dieser schenkte ihnen ein verständnisvolles Ohr. Doch der Falke wurde dadurch nur noch gereizter. Er machte dem Wal Vorwürfe, und alles schaukelte sich immer weiter hoch.
Bis der Wal eines Tages versuchte, ruhig mit dem Falken zu reden. Der Wal sagte: „Ich weiß nicht, ob ich noch dein bester Freund sein kann.“ Für den Falken brach eine Welt zusammen.
Er versuchte zu verstehen und fragte den Wal, ob nun der andere Wal sein bester Freund sei. Der Wal war sich nicht sicher und wollte Zeit zum Nachdenken.
Am nächsten Tag sagte der Wal dem Falken, dass seine Vermutung richtig gewesen war. Der Falke wollte den beiden alles Glück der Welt wünschen – er war ja früher auch allein gewesen.
Doch der Wal sagte ihm, dass sie, auch wenn sie nicht mehr die besten Freunde waren, immer noch Freunde bleiben könnten.
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